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Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

Hypnosetherapie









Die Hypnose (altgriechisch: hypnos = Schlaf) führt in einen tief entspannten Zustand, der auch als Trance bezeichnet wird. Trance (lat. transire = hinübergehen, überschreiten) bezeichnet jedoch keinen Schlafzustand, sondern einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem wir wach und entscheidungsfähig bleiben. Im Zustand der Trance wird das kritische Bewusstsein eingeschränkt und der direkte Zugang zum Unterbewusstsein geöffnet. Wir können in der Tiefe der Entspannung die Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein überschreiten und dysfunktionale Denk- und Erfahrungsmuster auf der Bewusst-seinsebene verändern.

Über die Hypnosetherapie sind in der Öffentlichkeit viele der Auffassung, dass es sich bei dieser Therapieform um eine Quick-Fix-Technologie handelt, die blitzschnelle Wunderheilungen bewirken kann, bei denen der Patient nichts weiter zu tun braucht, als sich entspannt hinzusetzen, die Augen zu schließen, und den Therapeuten alles Weitere machen zu lassen. Viele Menschen glauben, für eine hypnotherapeutische Behandlung sei es ausreichend, sich der Aktivität des Hypnotiseurs einfach passiv hinzugeben, und dass auf diese Weise selbst tiefer sitzende Störungen in einer Sitzung geheilt werden können.

Solche Vorstellungen gehören ins Land der Phantasien. Die Hypnosetherapie ist kein beziehungsloses "Umprogrammieren" von unbewussten Denk- und Erfahrungsmustern durch einen Therapeuten. Das wäre eine (Selbst)Entmündigung des Patienten und kann als manipulativer Eingriff retraumatisierend wirken.

Solche Vorstellungen faszinieren einerseits, weil sie glauben machen wollen, dass die Hypnosetherapie ganz einfach sei und immer funktioniere. Sie machen andererseits aber auch Angst, weil man befürchtet, einem Hypnotiseur ausgeliefert zu sein. Solche Vorstellungen von der Hypnosetherapie haben mit der Realität absolut nichts zu tun.

Wie bei jeder anderen Therapieform ist auch bei der Hypnosetherapie die therapeutische Beziehung zwischen Therapeut und Patient von zentraler und maßgeblicher Bedeutung für den Erfolg der Behandlung. Hierbei ist es ganz wesentlich, dass diese Beziehung von kooperativem Vertrauen geprägt ist. Nur auf dieser Ebene erreicht der Patient wach und willentlich den Zustand der Trance, in dem unbewusste Konflikte auf die Bewusstseinsebene gelangen können, um sie gemeinsam mit dem Therapeuten zu bearbeiten.