Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

Klienten zentrierte Gesprächstherapie

 

Die Personen oder Klienten zentrierte Gesprächstherapie geht auf den amerikanischen Psychologen Rogers zurück und wird zu den humanistischen Therapieverfahren gezählt. Rogers geht von der These aus, dass alles menschliche Leben sich erhalten will und zu seiner Entfaltung und Selbstverwirklichung (Selbstaktualisie-rung) strebt. Diese Tendenz bezeichnet Rogers als Aktualisierungstendenz, die nach Erhalt und Förderung des Menschen in seiner körperlichen, geistigen und seelischen Gesamtpersönlichkeit strebt.

Jeder Mensch verfügt über ausreichend Wachstumspotential und Selbstheilungskräfte.

Die Klienten zentrierte Gesprächstherapie  ist nicht nur für die Behandlung von psychischen Krankheiten ein sinnvolles Modell, es lässt sich vielmehr in allen Bereichen zwischenmenschlicher Beziehungen einsetzen, in der Pädagogik, der Seelsorge und in betrieblichen Organisationen, z. Bsp. in der Personalführung. In der Lebensberatung und der Unternehmensberatung ist der thera-peutische Ansatz der Klienten zentrierten Gesprächsführung eine grundlegende Methode, um beim Klienten Impulse für Veränderungsprozesse, für Wachstum und Selbstheilung auszu-lösen. Hierbei werden die Erkenntnisfähigkeit, die Eigenaktivität und Eigenverantwortlichkeit des Klienten gefördert. Der Berater und Therapeut verhält sich dabei nicht-direktiv.

In der Klienten zentrierten Gesprächsführung spielt die Akzeptanz des Menschen in seiner Gesamtpersönlichkeit eine ganz wesentliche Rolle.

Das Gespräch findet in einem vertrauenswürdigen Rahmen, einem von Empathie, Offenheit und Ehrlichkeit getragenen Arbeitsbündnis statt.  Diese Erfahrung von bedingungsloser Anerkennung und Wertschätzung befähigt den Klienten, sich selbst als Person uneingeschränkt anzunehmen. Die „Selbstakzeptanz“, sich mit allen persönlichen Unstimmigkeiten bewusst anzunehmen (Selbstwertschätzung),  erleichtert dem Klienten das Loslassen störender Persönlichkeitsanteile und öffnet Wege für Veränderungen, Selbstheilung und Wachstum.

Nur das, was der Mensch in sich erkennt und annimmt, kann er auch verändern!

Veränderungen, Selbstheilung und Wachstum sind somit innere Prozesse der Selbstorganisation.  Der Mensch ist ein sich selbst entwickelndes System. Der Berater/Therapeut unterstützt den Klienten darin, sich selbst zu entwickeln, so dass er aktuelle und vor allem auch künftige Probleme eigenständig bewältigen und lösen kann.   Es ist die konsequente Entwicklungs- und Ressour-cenorientierung, die die Klienten zentrierte Gesprächs-führung/Therapie von anderen Verfahren unterscheidet.

Die Klienten zentrierte Gesprächsführung fördert nicht nur die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten des Menschen, sondern stellt diese immer in den Kontext von Beziehungserfahrungen. Somit findet sich diese Form der nicht-direktiven Gesprächsführung auch in der Arbeit mit Gruppen und Teams wieder. Die Gruppe bietet spezifische Erfahrungen in spezifischen sozialen Situationen. Das einzelne Gruppenmitglied kann hierbei soziale Kompetenzen  in zwischen-menschlichen Situationen entwickeln. Es ist eine Form des sozialen Lernens, das im kognitiv-emotionalen Gruppenerleben die individuelle Erfahrung verstärkt, die das Selbstkonzept des Einzelnen aktualisiert.