Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

Chronischer Stress durch gesellschaftliche Zwänge und Versagensängste 


Die Globalisierungseffekte und eine immer schnellere technische Entwicklung führen zu wachsenden beruflichen und privaten Anforderungen. Persönliche Überforderung und ein Gefühl der Unsicherheit über die eigene Zukunft sind häufig Auslöser für Versagensängste, die alle Lebensbereiche überschatten können.

Ungewisse Arbeitsverhältnisse, beruflicher und privater Wettbewerb, persönliche, familiäre und gesellschaftliche Ansprüche und Erwartungen, sowie steigende Lebenshaltungs-kosten führen zu einem ständigen Erfolgsdruck, der zu einer permanenten Erhöhung der natürlichen Grundspannung führt.

Der innere Druck, unter dem der Mensch steht, wird begleitet von Versagensängsten, von ständigen Befürchtungen, seine persönlichen Bedürfnisse mit den sozialen Anforderungen nicht mehr in Einklang bringen zu können. Findet sich keine Lösung, baut sich ein Belastungspotential auf, das bis zur Handlungsunfähigkeit lähmend wirken kann.

Auf dem Nährboden kreisender, grüblerischer Gedanken verändert sich die Wahrnehmung der Realitäten und der eigenen Möglichkeiten. Es entstehen die Angst zu Versagen und eine zunehmende Befürchtung, die Kontrolle über wichtige Abläufe im Leben zu verlieren. Wird diese erlernte Hilflosigkeit zum Dauerzustand, hat das negative Auswirkungen, besonders auf die Konzentrations- und Merkfähigkeit.

Dann reichen manchmal schon banale Ereignisse aus, um den Geduldsfaden zum Reißen zu bringen und die Stressachsen zu aktivieren.  In solchen Situationen können die Betroffenen urplötzlich von Versagensängsten überschwemmt werden und die rationale Auseinandersetzung mit der eigenen Situation verwandelt sich in ein dysfunktionales, blockierendes Muster.   Bei diesen Menschen ist bereits zuvor eine Art Aufspaltung von Gefühlen und Gedanken eingetreten, sodass sie sich ihre permanente innere Anspannung häufig selbst nicht erklären können.

Das Leistungsvermögen und besonders die Konzentrations- und Merk-fähigkeit werden bei anhaltender, belastender Anspannung zusehends beeinträchtigt. Im täglichen Erleben erfahren die Betroffenen dadurch eine zunehmende Belastung und fühlen sich nicht mehr in der Lage, die Herausforderungen ihres Lebens zu bewältigen. Es entsteht ein Gefühl spürbarer Hilflosigkeit, ein Gefühl, das eigene Leben nicht mehr gestalten und kontrollieren zu können.

Unkontrollierter Stress mit chronischem Verlauf

Unkontrollierbarer Stress mit chronischem Verlauf, führt häufig zu einem emotionalen Dauerzustand mit einem Gefühl der permanenten Bedrohung, den die Betroffenen nicht mehr herunterregeln können. Die normale biologische Grundspannung der Lebensenergie befindet sich dabei ständig auf einem erhöhten Niveau. Übersteigen Anzahl, Dauer und Intensität der Stressoren die Kompensationsfähigkeit der Stress-Regelkreise, wird der Organismus in eine Art Daueralarm-Zustand versetzt. Die anhaltenden Stress-, Angst- und Wutabläufe können mit der Zeit die psychische und körperliche Gesundheit stark beeinträchtigen.

Es ist ein sich selbst verstärkender Prozess: STRESS ERZEUGT STRESS. Es reichen immer häufiger bereits kleinere Reize aus, um eine Stresssituation auszulösen und diese schließlich chronisch werden zu lassen.

Es ist eine erlernte Hilflosigkeit, die durch unkontrollierbaren, chronischen Stress entsteht. Diese Hilflosigkeit entsteht dann, wenn der Mensch das Bedrohungsgefühl, das heißt seine Angst nicht durch Kampf und Flucht kompensieren kann. Die Hilflosigkeit entsteht, wenn der Mensch sich ausgeliefert fühlt, keine soziale Unterstützung erfährt und keine Besserungs-perspektive sieht.