Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

BURNOUT PRÄVENTION

Was können wir tun, um negative Stressreaktionen zu vermeiden und uns vor Erschöpfungszuständen und einem Burnout-Syndrom zu schützen?  Hilft uns die moderne Medizin mit pharmakologischen Mitteln, die vor allem die Symptome der Erschöpfungsbeschwerden vorübergehend ausschalten?   

 


Es ist die bequemste Lösung, sich von Erschöpfungsbeschwerden vorübergehend zu befreien. Aber „Mother`s little Helper“, wie die Rolling Stones in einem ihrer Songs die Pillen nannten, die bei innerer Unruhe, seelischer und körperlicher Verspannung, Stresszuständen, Schlafstörungen etc. für schnelle Hilfe sorgen, bringen uns auf Dauer weder zurück in die Balance, noch stärken sie uns körperlich, geistig und seelisch für die alltäglichen Herausforderungen, mit denen uns das Leben konfrontiert.

Also müssen wir andere Wege finden, um unsere Widerstandskraft und unser Immunsystem zu stärken, Wege, die in uns selbst beginnen und von innen nach außen führen. Was aber ist entscheidend für die Entstehung oder Vermeidung eines Burnout Syndroms? 

 


Es sind vor allem zwei individuelle Ausstiegsreaktionen auf den erhöhten Beschleunigungsdruck, die bei spürbaren und einschränkenden Erschöpfungssymptomen als Abwehr- und Kompensationsmaßnahmen erkennbar werden.



Krankheit ist eine erzwungene Form der Entschleunigung, indem der Betroffene zwangsweise durch körperliche, seelische und geistige Erschöpfung abgebremst wird und  aus dem System der beschleunigten Lebensprozesse fällt. Bei dieser dysfunktionalen Entschleunigung reagiert der Organismus aus sich heraus und stellt für die belastende Lebensführung keine Leistungsreserven mehr zur Verfügung. Es ist eine erzwungene Abwehrreaktion.  

 


Die funktionale Entschleunigung hingegen ist eine bewusste und gewollte Reaktion auf den Beschleunigungsprozess. Es ist jedoch nur ein Ausstieg auf Zeit und dient dem Zweck, danach umso erfolgreicher an den beschleunigten Systemen wieder teilzunehmen. In den meisten Fällen sind es Einzelmaßnahmen, die nicht auf Dauer in den Alltag übernommen werden und somit nur kurzzeitig Entschleunigung und Entlastung bringen. Wenn  Entschleunigungsprogramme nicht als Rituale in den Alltag integriert werden, sind diese Formen der Entschleunigung nur ein kurzer Tritt auf die Bremse, die ein Durchatmen erlaubt, um danach wieder Gas zu geben und am Rennen weiter teilzunehmen. 


Schutz vor Stress finden wir in uns selbst!

  • Achtsamer, wertschätzender Umgang mit sich selbst.
  • Veränderungen der Denk- und Verhaltensschemata.
  • Das Leben für sich selbst in die Hand nehmen.
  • Bewusste Wahrnehmung der Realitäten.
  • Bewusste Hinterfragung von Situationen.
  • Bewusste Bewertung von Personen und Situationen.
  • Situationsgerechte Verhaltensweisen.
  • Intakte soziale Beziehungen (Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, Arbeitsteam).


Der Mensch ist ein soziales Wesen, der nur im Verbund, in der zwischenmenschlichen Beziehung überleben kann. Diese gesellschaftliche Ausrichtung des Menschen, die in der Partnerschaft, der Familie, dem Freundeskreis, dem Vereinsleben und dem Arbeitsteam ihre Grundlage findet, steht für den eigentlichen Lebenssinn des sozialen Wesens Mensch.  

Sinnerfüllung finden wir im gesellschaftlichen Miteinander, im Gefühl der Zugehörigkeit, in der Geborgenheit und Wärme einer solidarisch denkenden und handelnden Gemeinschaft. Intakte soziale Beziehungen bieten somit die besten Schutzmechanismen, die dem Menschen in kritischen Lebenssituationen Kraft, Zuversicht und Hoffnung geben.

Ist der Mensch allein, ohne emotionale Wärme auf sich gestellt, schwächt die soziale Leere sein Immunsystem und er verliert den Lebenssinn in der Erschöpfung seiner Lebensbewältigungs-potentiale.

Um jedoch eine soziale Beziehung erfolgreich und nachhaltig leben zu können, müssen wir unsere Wünsche und Bedürfnisse mit den sozialen Anforderungen der Gemeinschaft in Einklang bringen. Somit findet sich die Grundlage einer sozialen Beziehung im Denken, Fühlen und Verhalten. Erst die inneren Einstellungen bestimmen die Wertegemeinschaft, in der wir als soziale Wesen Stabilität und Sinnerfüllung finden.

Stimmen diese inneren Einstellungen und Werte nicht, verlieren wir die Stabilität und Balance, lassen  uns treiben und sind nicht in der Lage, über unserem geistigen Horizont den Lebenssinn zu entdecken.  Wenn wir jedoch die „Kriechspur“ durch unser Leben verlassen, uns auf allen Ebenen aufrichten und verändern, werden wir den Sinn unseres Lebens erkennen.