Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

Meditation als tägliches Ritual


Um die Praxis der Meditation regelmäßig und kontinuierlich auszuüben ist es hilfreich, die Übungen mit Ritualen zu verbinden. Rituale geben den Übungen eine höhere Wertigkeit und erleichtern es uns, die Meditation in unseren Alltag zu integrieren und die Kontinuität zu wahren. Rituale werden zu Gewohnheiten und zu einem Teil unserer täglichen und zeitlichen Abläufe, ohne dass wir darüber nachdenken müssen, wann wir uns zeitlich dafür frei machen können. Haben wir die Meditation als tägliches Ritual in unseren Tagesablauf zeitlich integriert, wird sie ein Teil unseres Lebens.

 Suchen Sie sich einen Platz in Ihrer Wohung oder Ihrem Haus, den Sie als Meditationsecke oder Meditationsraum gestalten können. Die Gestaltung des Meditationsplatzes ist ein Teil des Rituals, denn Ritual bedeutet gleichsam, der Meditation einen Rahmen zu geben, in den Sie zur Meditation eintauchen können, in den Sie sich aus der äußeren Welt zurückziehen können und in der Stille Ihres „Tempels“ (lat.: Templum = Ort für rituelle Handlungen) in die Meditation übergehen.  

Gestalten Sie Ihren Meditationsort nach Ihrem ganz persönlichen Empfinden. Sie müssen sich hier wohlfühlen und sonst niemand. Machen Sie einen besonderen Ort daraus, Ihre Meditationsoase, die sich erkennbar und spürbar von Ihrem alltäglichen Umfeld unterscheidet. Ideal ist zwar eine räumliche Abgrenzung, Sie können aber auch bei vorhandenem Platz in Ihrem Schlafzimmer eine Meditationsecke einrichten, die Sie jedoch nur für die Meditation nutzen sollten. Auch wenn Sie nach längerer Meditationspraxis an jedem Ort meditieren können, ist ein persönlicher Ort und ritueller Rahmen für die tägliche Meditation grundsätzlich von Vorteil.

 Zum Ritual zählt auch das Betreten des Raumes, in dem Sie den Alltag und die Außenwelt hinter sich lassen. Hinter sich lassen schließt auch und vor allem Ihr Handy ein, das Sie auf „Ton aus“ stellen und in einem anderen Raum zurücklassen.  Stellen Sie Ihre Schuhe vor dem Meditationsort ab, was auch als ein rituelles Symbol gelten soll. Drehen Sie sich noch einmal um, zur Außenwelt hingerichtet.  Atmen Sie tief ein und schieben Sie beim langen Ausatmen symbolhaft alle inneren Spannungen und Alltagsgedanken mit den Händen von sich weg. Wiederholen Sie dieses Ritual dreimal und achten Sie darauf, dass Sie tief durch die Nase einatmen und langsam die ganze Atemluft durch den Mund ausatmen. Stellen Sie sich dabei vor, wie die Atemluft alle Spannungen, allen Druck und alle belastenden Gedanken aus Ihnen hinauszieht und Sie befreit. Jetzt betreten Sie Ihren Meditationsort, in dem Sie für eine Weile Ruhe, Abstand und Regeneration finden.

 Ob Sie in absoluter Stille,  bei sanfter Entspannungsmusik oder Naturgeräuschen meditieren, bleibt ihrem persönlichen Empfinden überlassen. Musik und Naturgeräusche sind aber für den Anfänger hilfreich.