Erfolg entsteht in der geistig-seelischen Dimension

Meditation - eine Strategie der Entschleunigung


Die Bezeichnung Meditation (lat. meditatio = das Nachdenken, Nachsinnen) bedeutet auch „ zur Mitte ausrichten“ (lat. medius = die Mitte).

Meditation ist ein Zustand innerer Versunkenheit, der die Innenwelt zur Ruhe bringt und ein Kohärenzgefühl erzeugt. Es ist ein Zustand gelassener Achtsamkeit, Bewusstheit und Zentrierung im Hier und Jetzt. In der Meditation wird in  der Achtsamkeit einer konstatierenden Wahrnehmung   die Auf-merksamkeit in die Innen- oder Außenwelt geführt, ohne das Wahrgenommene zu bewerten. Es ist so, wie es ist.

Die Ausrichtung auf einen Zustand, wobei hier alle Sinneswahrnehmungen möglich sind,  durchbricht das Kreisen der Gedanken, da sich das Bewusstsein mit der Wahrnehmung nicht kritisch auseinandersetzt.  Dadurch entsteht Gelassen-heit, da die Bewertung der Sinneswahrnehmungen oder Gedanken vom Bewusstsein unterlassen wird. Meditation ist ein Zustand des einfachen Seins, des einfachen Wahr-nehmens und Erfahrens, ohne Einmischung des bewussten Verstandes und des Körpers. Das heißt, es ist ein innerer Zustand der es ermöglicht, sich vom Verstand und vom Körper zu lösen und dadurch einfach nur zu sein.

Voraussetzung und Notwendigkeit ist jedoch, dass der Meditierende die Natur des Verstandes versteht, anstatt mit ihm zu kämpfen. (Osho – indischer Philosoph)

Meditation in der fernöstlichen Tradition

In vielen religiösen und kulturellen Traditionen sind Meditations-formen bedeutsame spirituelle Rituale, bei denen sich durch Achtsamkeits- und/oder Konzentrationsübungen der Geist beruhigen und sammeln soll.

Die Ursprünge der Achtsamkeit liegen im Buddhismus, einer über zweitausend Jahre alten Denktradition. Buddha wollte kein dogmatisches Glaubenssystem entwickeln und auch keine Religion gründen. Vielmehr wollte er den Menschen einen praktischen Weg aufzeigen, mit den Zwängen und Leiden ihres Lebens umzugehen. Er lehrte sie, sich von ihren Bindungen, Träumen, illosorischen Vorstellungen und dem irrealen Denken an Vergangenheit und Zukunft zu lösen, an die sich alle Menschen klammern. Diese dysfunktionalen Gedankenmuster sind Ursachen für die innere Zerrissenheit, die permanente innere Unruhe und der Unzufriedenheit im Leben. Indem wir sie loslassen und uns befreien, lösen sich die Gedanken auf, die für das individuelle Leid verantwortlich sind. Buddha vermittelte die Einsicht, dass wir nur dann inneren Frieden finden, wenn wir lernen uns selbst und unsere Umwelt bewusst, achtsam und in der Wirklichkeit wahrzunehmen.

Unere Gedanken machen uns zu dem was wir sind; wir werden was wir denken. Wenn der Geist rein ist, folgt die Freude wie ein Schatten, der nie vergeht.    Buddha

In dieser Tradition lässt sich Meditation frei von jeder religiösen Ambition als geistige Befreiung von Leid betrachten und ausüben, um den permanenten inneren Dialog zum schweigen zu bringen.  In der westlichen Welt wird folglich die Meditation nach eindeutigen wissenschaft-lichen Erkenntnissen zur Stressbewältigung und auch als Entspannungsmethode praktiziert.